Eigentlich ist so ein Supermarktbesuch ja eine schnelle Sache. Rein, einpacken, bezahlen und raus. Wir stolpern ab und zu noch über die Lebensmittelsonderangebote. Taccos mit Wasabigeschmack, neonfarbenes Eis, Parmaschinken aus Russland oder Frischkäse mit ganzen Stücken. Die müssen dann auch noch sein auch wenn sie nicht geplant waren. Das hält ein bisschen auf da erst groß diskutiert werden muss ob denn die Stücke im Frischkäse auch groß genug sind oder man nach Neoneis auch eine Neonzunge bekommt. Doch letztendlich sind wir schnelle Einkäufer. Seit wir mit Attila leben (und nach dem Agavengiftsaftschock wohl auch sterben) läuft das ganze etwas anders ab. Nach dem Betreten eines Supermarktes ist eigentlich nur die Gemüseabteilung und die Exotikecke von Interesse. In der Exotikecke bei uns im Markt stehen meist Gewürze wie Curry oder Kümmel. Manchmal findet man auch eine Salsasoße, aber das war es dann an Exotik. In der Gemüseabteilung hält man sich dann für den Kauf eines Kohlrabis, einem Bund Möhren und einer Avocado gefühlt ewig auf. Wo früher einfach nur in den Wagen getan wurde, wird jetzt jede Möhre einzeln inspiziert und geprüft. An der Avocado wird jede Stelle leicht abgedrückt um zu prüfen ob sie auch die richtige Konsistenz hat (sie muss leicht nachgeben wie ein Sack Sand) und der Kohlrabi wird an besten noch mal ans Fenster gebracht um zu prüfen ob er wirklich nur blassgrün ist und nicht doch ein paar mildgrüne Stellen hat. Aber wir wollen ja das beste vom besten auf unserem Teller. Deswegen macht man sich natürlich auch Arbeit. Dieses Prozedere muss aber auf Außenstehende eine faszinierende Anziehungskraft ausüben. Wir stellen immer wieder fest das sich nach einer gefühlten halben Stunde vor der Lauchauslage kleine Menschengruppen um uns bilden. Schaut man auf und geht weiter zu den Radieschen bewegen sie sich wie aufgeschreckte Fliegen kurz von uns weg. Sowie wir aber wieder in unsere Gemüseanalyse verfallen kommen sie zurück wie zu einem Misthaufen. Das ganze wäre uns wahrscheinlich gar nicht so sehr aufgefallen da wir normalerweise ja mit dem Obst oder dem Gemüse beschäftigt sind. Doch gibt es immer wieder mal den Fall wo eine, meinst ältere, Dame und mit Rat und Tat zur Seite steht. Im besten Fall gibt es Kommentare wie: "Junger Mann, den Lauch würde ich nicht kaufen der ist im anderen Markt billiger." oder "Die Radieschen sind heute besonders frisch. Da können sie noch ein Bund mehr Einpacken." Solche Ratschläge nehmen wir gerne an. Nicht das wir wegen 5 Cent Preisunterschied nochmal durchs halbe Viertel fahren aber es ist ja ein wirklich nett gemeinter Tipp den man mit einem Lächeln und den Worten: "Danke für den Tipp, da werde ich das nächste mal vorher hinfahren" erwidern kann. Die Steigerung sieht wie folgt aus. Meine Frau berichtet von vermehrt auftretenden Kochtipps. Ihr wurde heute zum Beispiel von einem älteren Herren geraten den Kohlrabi in Streifen zu schneiden und mit Butter und Sahne neben einem schönen Kotelett zu servieren. Tja, der Anmachversuch ist am Vegetarismus meiner Frau gescheitert. Zum Glück, sonst hätte ich wohl heute Abend einen Mitesser am Tisch gehabt. Aber auch das lässt sich noch steigern. Ich stand gerade vor den Steckrüben und überlege wie ich meine Frau dazu bewegt bekomme einen Wrukeneintopf zu machen da stellt sich eine alte Dame (ältere wäre hier einfach untertrieben) neben mich und sagt: "Junger Mann, das ist kein Sellerie, das sind Wruken." Es drängt sich da wirklich die Frage auf ob ich so hilflos vor der Auslage stand das die gute Frau sich geradezu gezwungen gesehen hat mir zu Helfen oder mein gesamtes Erscheinungsbild einfach den Anschein erweckte das ich den Unterschied nicht kennen würde. Was erwidert man auf einen solchen,wirklich nett gemeinten, Hinweis? Ich Entschied mich dazu ihr den Spaß zu lassen. Sie wird ihren Urenkeln nun erzählen das die jungen Männer von heute nicht mal mehr die einfachsten Gemüsesorten auseinander halten können und, wäre sie nicht gewesen, meine Frau wohl eine Wruke für das Suppengrün hätte verwenden müssen. Ich habe jetzt einen Sellerie zu Hause und Attila kein Rezept dafür. Aber für heute stand der Essensplan ja schon. Es gab Kohlrabiravioli gefüllt mit Paprika-Mandelcreme an Tomatengemüse. Geschmeckt hat es, aber der Einfachheit halber wird es das nächste mal einfach Kohlrabi in Streifen mit Paprika-Mandelcremesoße an Tomatengemüse geben. Dadurch spart man sich eine Menge Zeit in der Vorbereitung und zusammen mit einem Kotelett bekommen wir vielleicht noch noch einen Essensgast.
Dienstag, 28. Januar 2014
Montag, 27. Januar 2014
Agavengiftsaft
Der Schock sitzt noch tief aber ich werde trotzdem versuchen ein paar Worte zu unserer heutigen Erkenntnis über Agavendicksaft wiederzugeben. Mein lieber Herr Attila und auch der eine oder andere Bekannte hat uns diesen Zuckerersatzstoff als das non plus ultra verkauft. Kristallzucker ist der Tot, Agavendicksaft das flüssige Leben. Am Wochenende wurden die ersten Gegenstimmen laut. Ich bräuchte die Challenge ja nicht machen wenn ich mir nicht mein eigenes Bild über das machen würde was mir als gesunde Alternative empfohlen wird. Also haben wir uns heute mal hingesetzt und versucht herauszufinden was diesen tollen Dicksaft zum flüssigen Ambrosia macht. Erst mal herausfinden was Zucker eigentlich ist und woraus er besteht. Kristallzucker in weiß wie wir ihn in jedem Laden finden besteht zu 99,96% aus Saccharose und zu 0,04% aus Invertzucker (was der Unterschied ist, ist mir nicht ganz klar geworden). Saccharose besteht aus einem Fructose und einem Glucosemolekül. Damit der Körper die Saccharose also den normalen Zucker verwerten kann muss er ihn aufspalten. Dabei entsteht ein Fructose und Glucose im Verhältnis 50:50. Agavendicksaft besteht fast ausschließlich aus Fructose. Nur ein kleiner Anteil macht die Glucose aus. Leider habe ich hier kein Verhältnis gefunden ich gehe aber davon aus das es wohl mindestens bei 90:10 liegen muss. Da Fructose etwas süßer ist brauche ich vom Agavendicksaft ca. 10% weniger als vom normalen Zucker. Alles in allem nehme ich aber weit mehr Fructose auf als mit normalem Zucker. Fructose ist Fruchtzucker so wie er auch in Äpfel, Birnen oder Zitronen enthalten ist. Damit sein Essen zu süßen hört sich ja erst einmal sehr gesund an und wurde auch lange genau so Kommuniziert. Im Gegensatz zur Glucose kann die Fructose wohl nicht vom Körper verarbeitet werden und so wandert fast die ganze Fructose in die Leber zur Reststoffverwertung. Das kann eine Fettleber zur folge haben. Auch führ Fruktose zu einer erhöhter Harnsäurebildung was zu Gicht führt. Na danke. Zusätzlich führt ein hoher Fructosekonsum zu einer Leptin Resistenz. Leptin ist ein Hormon was dafür sorgt das wir satt werden. Somit führt vermehrter Fructosekonsum dazu, dass man mehr als nötig isst und dadurch natürlich Fett wird. Und nun das schlimmste. Fructose ist Krebsfördernd. Alles in allem fliegt der Agavendicksaft aus dem Regal. Und zwar im hohen Bogen. Dann lieber Zucker wie wir ihn schon immer hatten und davon am besten auch keinen. Ich bin kein Biologe und auch kein Chemiker. Ich habe mir das ganze in den letzten Stunden auf deiner Vielzahl an Internetseiten zusammengelesen. Nicht alles davon mag vollkommen richtig sein, aber für mich ist genügend wahres dran um den Agavendicksaft nicht mehr in meinem Essen haben zu wollen. Es wird also bis auf weiteres wieder richtigen Zucker geben. Wobei in den letzten Tagen so gut wie kein Zucker in irgendwelcher Form in unserem Essen war. Nur an der Torte und den Pralinen. Für alle die, die nun nur noch Frittiertes essen wollen weil sie nun Angst vor der Fructose haben. Obst bleibt weiterhin gesund. Denn alles in allem ist es wie immer eine Frage der Menge. Soweit zur Biologiestunde. Heute gab es Abends eine Tomatensuppe. Die Suppe war, auch wenn ich Tomatensuppe nicht zu meinen Lieblingsgerichten zähle, gut.
Die Oliven waren übrigens ein im Rezept nicht vorhandenes Feature. Wir werden langsam experimentierfreudig. Somit endet dieser Tag mit dem Vorsatz sich von meinem neuen Lieblingsfeind, der Fructose, fernzuhalten und dem guten Gefühl morgen mal wieder an sozialen Leben meiner Kollegen teilnehmen zu dürfen. Wir haben nämlich keiner Suppe übrig gelassen und deswegen geht es morgen in die Kantine.
Sonntag, 26. Januar 2014
Woche zwei geschafft
Wieder eine Woche rum. Eine Woche voller Grünzeug, Obst und Nussmusen. Ein Leben bestehend aus Beilagen ohne Hauptgang. Ein Leben ohne Kaffee, Zucker und Milch. Ein Leben zwischen kochen, essen, schlafen und abwaschen. Ein Leben mit Attila. Damit habe ich eigentlich schon alles gesagt was es zu den vergangenen zwei Wochen zu sagen gibt. Vielleicht fehlt noch der sportliche Aspekt aber den habe ich in den zwei Wochen ja auch sehr vernachlässigt.
Heute war aber zur Feier des Tages mal was besonderes Geplant. Da wir nach nun zwei Wochen mit täglichem kochen und abwaschen wirklich keine Lust mehr hatten, haben wir uns kurzerhand bei meinen Eltern eingeladen. Das ist natürlich nicht so einfach, da alle die Dinge die auf der "Nicht Essen" Liste stehen ja zu einem normalen Essen dazugehören. Somit brauche meine Mutter eine kleine Schulung in Sachen Veganer Ernährung. Wichtigste Erkenntnis war: Ja wir essen auch kein Hühnchen da sind schließlich Eier drin. Nach vielem hin und her wurde dann eine Kürbissuppe veranschlagt. Mit ungesüßter Kokosmilch natürlich. Normalerweise hätte ich interveniert und auf die letzten Tage mit Kürbisgerichten verwiesen aber es ging hier schließlich um einen Tag ohne Abwasch. Also Mund halten und essen was auf den Tisch kommt. Hier muss ich jetzt aber mal ein Lob an meine Mutter aussprechen. Die Suppe war rundum gelungen, nachweislich vegan nach Attila und zu meiner großen Freude waren meine Frau und ich nicht die einzigen beiden die sie mit Genuss gegessen haben. Wir kommen gerne wieder. An dieser Stelle mal was zur Nahrungskunde. Der Hokkaidokürbis enthält Unmengen an Beta-Karotin. Außerdem hat er noch beachtliche Mengen an Vitamin B1, B2 und B6, Vitamin C und E sowie Folsäure, Magnesium, Eisen und Phosphor zu bieten. Ein Wunderwerk der Natur. Nach so viel Vitaminpower schnell noch in die Sonne, wegen der Photosynthese. Bei -12°C fällt einem so ein Verdauungsspaziergang aber wirklich schwer. Das einzige was mich wirklich rausgetrieben hat sind die vielen an Kalorien die ich so kurz vor dem Wiegen noch wegfrieren kann, auch wenn die Apothekenumschau das gleich wieder relativieren muss. Außerdem die Bolohung die uns nach 2 Wochen Attila zusteht. Da wir letzte Woche einen Torte hatten haben wir uns diese Woche für Pralinen entschieden. Mit selbstgemachter zuckerloser und milchfreier Schokolade.
Heute war aber zur Feier des Tages mal was besonderes Geplant. Da wir nach nun zwei Wochen mit täglichem kochen und abwaschen wirklich keine Lust mehr hatten, haben wir uns kurzerhand bei meinen Eltern eingeladen. Das ist natürlich nicht so einfach, da alle die Dinge die auf der "Nicht Essen" Liste stehen ja zu einem normalen Essen dazugehören. Somit brauche meine Mutter eine kleine Schulung in Sachen Veganer Ernährung. Wichtigste Erkenntnis war: Ja wir essen auch kein Hühnchen da sind schließlich Eier drin. Nach vielem hin und her wurde dann eine Kürbissuppe veranschlagt. Mit ungesüßter Kokosmilch natürlich. Normalerweise hätte ich interveniert und auf die letzten Tage mit Kürbisgerichten verwiesen aber es ging hier schließlich um einen Tag ohne Abwasch. Also Mund halten und essen was auf den Tisch kommt. Hier muss ich jetzt aber mal ein Lob an meine Mutter aussprechen. Die Suppe war rundum gelungen, nachweislich vegan nach Attila und zu meiner großen Freude waren meine Frau und ich nicht die einzigen beiden die sie mit Genuss gegessen haben. Wir kommen gerne wieder. An dieser Stelle mal was zur Nahrungskunde. Der Hokkaidokürbis enthält Unmengen an Beta-Karotin. Außerdem hat er noch beachtliche Mengen an Vitamin B1, B2 und B6, Vitamin C und E sowie Folsäure, Magnesium, Eisen und Phosphor zu bieten. Ein Wunderwerk der Natur. Nach so viel Vitaminpower schnell noch in die Sonne, wegen der Photosynthese. Bei -12°C fällt einem so ein Verdauungsspaziergang aber wirklich schwer. Das einzige was mich wirklich rausgetrieben hat sind die vielen an Kalorien die ich so kurz vor dem Wiegen noch wegfrieren kann, auch wenn die Apothekenumschau das gleich wieder relativieren muss. Außerdem die Bolohung die uns nach 2 Wochen Attila zusteht. Da wir letzte Woche einen Torte hatten haben wir uns diese Woche für Pralinen entschieden. Mit selbstgemachter zuckerloser und milchfreier Schokolade.
Auch eins der besseren Rezepte bei Attila. Dazu wäre natürlich ein Kaffee super gewesen. Aber so gab es nur einen Tee. Pfefferminze. Ich trinke den ja gerne aber ich befürchte nach den 30 Tagen wachsen mir kleine Minzblätter aus den Ohren. Gut dann ist der Nachschub wenigstens gesichert. Zum Abendbrot gab es Salat. Nach den ganzen Pralinen war der Hunger auch eher begrenzt vorhanden. Besonders war das Avocadodressing und die Birne im Salat. Hört sich komisch an schmeckt aber. Doch nach all der Schlemmerei stand ja nun noch das große Wiegen auf dem Programm. Gefühlt hat sich nichts getan zu letzter Woche. Ich sehe nicht schlanker aus, die Hosen passen immer noch und ich fühle mich auch nicht als würde ich fliegen können. Also bitte liebe Waage. lasse meinen Bauch wie er ist. Ich habe viel Geld investiert das er so schon rund aussieht. 2,3 kg. Zusammen mit letzter Woche macht das 4,8 kg die nun nicht mehr meinen ansehnlichen Bauch zieren. Ich befürchte ich werde bald Hosenträger brauchen.
Samstag, 25. Januar 2014
Frost
Heute ist ein schöner Tag zum ausspannen. Und das haben wir auch getan. Lange schlafen noch länger lesen im Bett und gegen Mittag erst Frühstück. Danach auf der Couch sitzen und das allseits beliebte Spiel "Wer aufsteht muss auch abräumen" spielen. Ich bin Profi darin und kann gerne auch mal bis zum Abendbrot sitzen bleiben um mich um diese Aufgabe zu drücken. Um mir die Zeit zu vertrieben stöberte ich etwas im Internet rum. Als erstes mal im Blog nachschauen ob jemand einen Kommentar geschrieben hat. Nichts. Ok Besucherzahlen checken. Ahh, die 3000ender Marke durchbrochen. Schön. Nochmal kurz überfliegen was ich gestern geschrieben habe. Achja, ich habe dem normales Menschen sein Essen schlecht gemacht. Ok. Das sollte ich nicht so oft machen. Will ja keinem den Spass am lesen und am essen verderben. Edlich war der Tisch abgeräumt und ich konnte mich wieder frei in der Wohnung bewegen. Doch dann überkam mich das schlechte Gewissen. Laut Attila muss ich ja nicht nur vegan und gesund essen sondern auch noch Sport treiben. Das letzte mal ist nun schon eine Woche her. Eigentlich wollte ich am Dienstag wieder laufen aber der Muskelkater hielt mich ab. Auch am Mittwoch konnte ich noch mit dieser Ausrede kommen. Und am Donnerstag wurde es kalt und glatt. Kam mir ganz gelegen. Aber heute hatte ich eigentlich keine Ausrede. Es war trocken und es gab kein Glatteis. Nur die -11°C schreckten mich ab. Auf der Suche im Internet nach einer guten Begründung warum ich heute nicht laufen kann fand ich leider nur Artikel die mir sagen Lauf Matthias, Lauf. Nach einer längeren Überlegung entschied ich mich nicht zu laufen. Es mag sein das die Winterspiele auch bei -20°C noch stattfinden und meine Lungen nicht gleich erfrieren wenn ich vor die Tür gehe aber aber ich bin nicht Matthias Buse der Skispringer sondern der Projektingenieur. Ich habe ein ausgeprägtes Kälteempfinden. Um aber mit Attila für diese Woche im Reinen zu sein habe ich mich auf mein Fahrrad geschwungen und entschieden es auch zu benutzen. Zwei Dinge habe ich dabei gelernt. 15 km können ganz schön lang sein und bei -11°C ist auch Radfahren kein Spaß. Kaum aus dem Haus bin ich schon fast am Sattel festgefroren. Warum habe ich eigentlich keine Sitzheizung für mein Fahrrad. Es soll ja mit der Bewegung besser werden. Im Internet stand das der Körper sich bei Anstrengung problemlos selber heizen kann. Das Internet lügt und das kräftig. Ich habe nach dem ersten Kilometer gefroren, ich habe nach 5 Kilometern gefroren und ich habe auch noch gefroren als ich schon längst wieder zu Hause in der Wanne lag. Ich war gut angezogen. Mit Unterhose, Pullover und Mütze. Nichts half. Wirklich nicht zu empfehlen.
Wir haben uns dann auch noch mal in unseren Lieblingsladen der letzten 13 Tage begeben. Der Bioladen im KTC. Ich bin immer wieder erstaunt was da los ist. Alle drei Kassen besetzt und sie kamen nicht hinter her. Die Nachfrage scheint enorm zu sein. Bei uns gab es nur die Dinge die wir sonst nirgendwo bekommen. gepoptes Amaranth, Sojajogurth, ungezuckerte Kirschen im Glas und Bio Kakaobutter. Ja all die leckeren Dinge. Und wieder dieses Volk in Leinen und Strick. Gut, jedem das seine. Die denken sich wahrscheinlich auch, man wie sieht der denn aus? Kann der sich nicht vernünfig ankleiden? Ob ich ihm eine Filzhose abgeben sollte? So ist wohl jeder etwas anders. Im normalen Leben wären wir nach dem Einkauf noch einen Kaffee trinken gegangen. Ist aber zur Zeit nicht drin. Also war die glorreiche Idee einen Tee trinken zu gehen. Aber wo? Ich kenne kein gemütliches Teestübchen hier in Rostock. Nur der Tütentee von der Stadtbäckerei Junge und den kann ich auch zu Hause haben. Zum suchen war es auch zu Kalt also schnell wieder ins Auto und ab nach Hause. Wer einen Teeladen mit Sitzecke kennt kann mir gerne mal einen Tipp geben. Zu Hause erwartete mich dann noch eine Überraschung. Meine Frau führt Haushaltsbuch. Das hätte ich ja nun wirklich nicht erwartet. Nicht nur das sie mich zu diesem Irrsinn anstiftet hat nun schreibt sie auch noch auf was uns das ganze kostet. Jeder Einkauf den wir für diese Challenge gemacht haben hat sie notiert. Ehrlich, wer will das wissen. Schlimm genug das so gut wie alles was ich gerne esse nicht mehr gegessen werden darf und mein Hintern immer noch Erfrierungen 3. Grades vom Sport hat. Nun muss ich auch noch sehen das unsere Ausgaben für Lebensmittel nach 13 Tagen vegan bei knapp über 300 Euro liegen. Das sind über 100 Pizzen. Oder 300 Ikea Hotdogs samt Getränk. Und ich hatte für all das Geld nur Gemüse, Salat und Tofu bekommen. Danke Attila. Vielen Dank.
Wir haben uns dann auch noch mal in unseren Lieblingsladen der letzten 13 Tage begeben. Der Bioladen im KTC. Ich bin immer wieder erstaunt was da los ist. Alle drei Kassen besetzt und sie kamen nicht hinter her. Die Nachfrage scheint enorm zu sein. Bei uns gab es nur die Dinge die wir sonst nirgendwo bekommen. gepoptes Amaranth, Sojajogurth, ungezuckerte Kirschen im Glas und Bio Kakaobutter. Ja all die leckeren Dinge. Und wieder dieses Volk in Leinen und Strick. Gut, jedem das seine. Die denken sich wahrscheinlich auch, man wie sieht der denn aus? Kann der sich nicht vernünfig ankleiden? Ob ich ihm eine Filzhose abgeben sollte? So ist wohl jeder etwas anders. Im normalen Leben wären wir nach dem Einkauf noch einen Kaffee trinken gegangen. Ist aber zur Zeit nicht drin. Also war die glorreiche Idee einen Tee trinken zu gehen. Aber wo? Ich kenne kein gemütliches Teestübchen hier in Rostock. Nur der Tütentee von der Stadtbäckerei Junge und den kann ich auch zu Hause haben. Zum suchen war es auch zu Kalt also schnell wieder ins Auto und ab nach Hause. Wer einen Teeladen mit Sitzecke kennt kann mir gerne mal einen Tipp geben. Zu Hause erwartete mich dann noch eine Überraschung. Meine Frau führt Haushaltsbuch. Das hätte ich ja nun wirklich nicht erwartet. Nicht nur das sie mich zu diesem Irrsinn anstiftet hat nun schreibt sie auch noch auf was uns das ganze kostet. Jeder Einkauf den wir für diese Challenge gemacht haben hat sie notiert. Ehrlich, wer will das wissen. Schlimm genug das so gut wie alles was ich gerne esse nicht mehr gegessen werden darf und mein Hintern immer noch Erfrierungen 3. Grades vom Sport hat. Nun muss ich auch noch sehen das unsere Ausgaben für Lebensmittel nach 13 Tagen vegan bei knapp über 300 Euro liegen. Das sind über 100 Pizzen. Oder 300 Ikea Hotdogs samt Getränk. Und ich hatte für all das Geld nur Gemüse, Salat und Tofu bekommen. Danke Attila. Vielen Dank.
Freitag, 24. Januar 2014
Der Broiler
Ich bin eigentlich gerade nicht in der Lage etwas zu schreiben. Warum? Das bedarf eines kleinen Abrisses meines Tages. Heute musste ich etwas früher raus da ich meinen zweiten, und in der vegenen Zeit hoffentlich letzten, Auswärtstermin hatte. Leider führte dieser mich an einen Ort an dem man als Zwangsveganer eigentlich nicht sein möchte. In ein Pizzawerk. So war ich also, nach einer entspannten Autofahrt, umgeben von dem Geruch frisch gebackenem Pizzabodens. So in etwa stelle ich mir die Hölle vor. Sitzend vor einem Berg frisch gebackener Pizza und ich mit Löffeln anstatt Händen. Grauenhaft. Zum Mittag habe ich mir in einer hervorragenden Kantine für schmales Geld einen noch hervorragenderen Salat geholt. Satt und zufrieden habe ich den vielen Pizzen noch ein bisschen beim vorbeihuschen zugesehen. Und dann war der Tag auch schon rum. Etwas hungrig ab nach Hause. Es war schon beeindruckend wie viele Polen gen Osten zogen. Passen dazu hörte ich den Rest vom Hörbuch "Er ist wieder da." Besonders gut wenn man das Buch schon gelesen hat, da Christoph Maria Herbst als Sprecher zwar perfekt in die Rolle passt aber auf Dauer etwas anstrengend zu hören ist. Aber gut. Nun komme ich also mit leichtem Essdrang im Großmarkt an. Und nun zu meinem Drama. Vor dem Markt stand ein Hänchengrill. Sich leicht im Kreis drehende, vom fett glänzende und goldgelb gebräunt Broiler. Nun könnte man ja davon ausgehen das nach fast zwei Wochen die Versuchung schon groß ist da mal zuzuschlagen, und mal was zu essen was sonst auch nur Körner bekommt. Zu meinem Erschrecken musste ich aber feststellen das ich es eher abstoßend fand. Ok, ich habe noch nie wirklich gerne halbe Hühnchen gegessen aber gestört haben sie mich auch noch nie. Sollte mir heute früh beim Niesen doch ein Kürbiskern von meinem Müslis den Weg in Gehirn gefunden haben und nun mein Denken manipulieren. Unwahrscheinlich. Warum also diese Abneigung. Eigentlich war es mir kurz danach gleich wieder klar. Ich musst an eine Reportage von Herrn Mälzer denken.
Die Reportage geht eine Weile ist aber sehr sehenswert. Ganz besonders traurig ist die Stelle wo geklärt wird wohin es mit den ganzen Hähnen geht die ja auch aus den Eiern schlüpfen. Ok, ich will hier keinem ein schlechtes Gewissen machen. Ich werde wahrscheinlich nie ein gut gemachtes Rumpsteak liegen lassen und nur die Salatbeilage verspeisen. Aber ob ein Huhn vom Fließband das ist was ich jeden Tag brauche weiß ich auch nicht. Gut nun genug Philosophiert. Ich war heute für das Abendessen zuständig und durfte mal wieder in der Küche zeigen was ich kann. Ich bin Stolz auf mich. Essen in 30 Minuten fertig, in 15 Minuten gegessen und den Abwasch hatte ich dann nach etwas über 2 Stunden auch fertig. Kürbis gab es. Etwas scharf geraten aber sehr lecker. Ich habe sogar meiner eigenen Kreativität freien Lauf gelassen und noch selbstständig mit Erdnusmus verfeinert. Ich Teufelskerl. Das Erdnusmus war drin da wir auf den Tofu verzichtet haben. Das muss man ja ausgleichen sonst bekommt man Hunger.
Aus meiner Sicht fehlte da noch eine besondere Zutat. Wenn ich weiß welche nehme ich sie mit ins Rezept auf. Bis dahin müsst ihr mit diesem leben.
Donnerstag, 23. Januar 2014
Die Karsynte
Eigentlich hatte ich gehofft das ich noch eine weile länger durchhalte bis ich zu diesem Punkt komme. Aber heute war nun wirklich gar nichts los. Und es hat sich auch nichts ergeben. Weder spannendes Essen, noch lustige Geschichten oder verrückte Internetmeldungen. Ich wollte ja heute mal wieder laufen gehen, aber bei dem Wetter friert man ja am Boden fest. Außerdem vermute ich das es recht glatt auf der Strecke ist und ich möchte eigentlich nicht an "Vegan for Gips" teilnehmen. Also auch nichts übers Laufen zu berichten. Ich habe den Entschluss gefasst mal richtige Laufschuhe zu kaufen. Am besten gut und billig. Also wer Tipps hat immer her damit. Ich bin mir nicht sicher ob ich im Laden nicht eher mittlere Qualität zu hohen Preisen angeboten bekomme. Meistens habe ich das Gefühl es wird nur noch verkauft und nicht mehr beraten. Ja das leidige Thema Sport. Ich bin ja für die dreißig Tage auch gewählt etwas mehr als die Strecke bis zum Auto und zurück zu bewältigen. Aber wie schon erwähnt ist das Wetter ja nun wirklich nicht das Richtige um jeden Morgen mit dem Fahrrad zu Arbeit zu fahren. Leider soll es so erst mal eine Weile bleiben. Gut, nutze ich die Zeit die richtigen Schuhe zu finden. Der Staffelmarathon rückt Tag für Tag näher. Meine Frau ist Mitglied in so einem etepetete Sportstudio. Da kann man sich natürlich schön im warmen auf ein Fahrrad schwingen und trotzdem nicht voran kommen. Nur auf dem Monitor vor einem läuft das simulierte Grün vorbei. Ist ja aus meiner Sicht nicht so motivierend. Mit einem echten Fahrrad kann man ja auch nicht einfach so aufhören weil man keine Lust mehr hat. Schließlich muss man noch zurück. Ich habe eine schöne App gefunden die sich dem Thema "Motivation beim Laufen" beschäftigt hat. Zombiesrun. Ein auf Kickstarter finanziertes Projekt was einem das Gerenne unterhaltsamer gestallten und die Motivation länger aufrecht erhalten soll. Sehr nette Idee. Laufe vor Zombies davon und sammel Gegenstände ein. Ich gebe zu das könnte mir wirklich gefallen. Darüber sollte ich den einen oder anderen Testbericht lesen. Vermutlich wird mein Spieltrieb überwiegen und ich werde die 3 Euro ausgeben. Oder auf die Erweiterung von Ingress warten. Das wäre auch für Google ein guten Geschäft. Zusätzlich zu den Infos die sie sowieso haben wie Alter, Geschlecht, Gewicht, beliebte Produkte, letzten tausend Suchanfragen, Wohnort, sexuelle Vorlieben, aktuellen Kontostand in Korrelation mit dem aktuellen Beziehungsstand und so vieles mehr dann auch gleich noch Gesundheitszustand. Aber zurück zu meinem veganen Leben. Mir wurde heute im Büro unanständigerweise Kuchen unter die Nase gerieben. Ich möchte hiermit klar stellen das dies bestimmt durch die Genfer Konventionen untersagt ist. Auch wenn ich überraschend unempfindlich gegen Kuchen in meiner Nähe bin, den ganzen Tag Kuchengeruch in der Nase zu haben ist dann doch schon eine Herausforderung. Da kam mir der Tipp mit der Seite auf Chefkoch.de gerade recht wo eine Vielzahl an veganen Kuchen angepriesen werden. Da hat meine Frau doch gleich mal eine Aufgabe. Ansonsten bleibt mir nur noch zu sagen das es heute Müsli zum Frühstück gab, Mittags die Zucchini-Spaghetti Bolognese von gestern und abends einen Salat weil heute keiner von uns beiden Lust auf kochen hatte. Bleibt mir nur noch eins. Ich bin auf der Suche nach neuen und mir unbekannten veganen Informationen übe die Serie "Deutsches Fleisch" gestollpert. Erhofft hatte ich mir etwas was wirklich mit deutschem Fleisch zu tun hat aber bekommen habe ich nur tote Hasen. Somit bin ich mir noch nicht sicher ob da meine GEZ Gebühren gut angelegt sind.
Mittwoch, 22. Januar 2014
McHildi
Ich geh Kaput. Da kommt man zu Hause an, schnippelt gerade gemütlich das Gemüse und da überfällt Twitter einem mit folgender Nachricht.
Attila Hildmann: McDonald’s stellt (halbwegs) veganen „McHildi“ vorMir viel fast der Tofu in das Mandelmus. McDonalds und Vegan? Kann nur ein Scherz sein. Schnell die Quelle checken. Hmm, klingt aber vertrauenswürdig. Neue Rheinpresse. Noch nie gehört aber das heißt ja nichts. Schnell den Artikel überflogen. Ok, auf den selben Grill wir McDouble und BigMäc. Kann ich mit leben. Sogar mit Werbeplakat
Ich gebe zu leichtes Zittern stellte sich ein. Sollte ich während der veganen Zeit doch noch zu McDonalds kommen. Das wär ja was. Besser hätte es nicht laufen können. Schnell das ganze googlen. Komisch, nur die Neue Rheinpresse berichtet darüber. Ich würde ja vermuten das eine solche Nachricht wenigstens die Bild interessiert. Da schafft ja nun schon zum vierten mal das Dschungelcamp den Einzug auf die Titelseite. Nichts zu finden. Nur die Neue Rheinpresse. Skepsis macht sich breit. Was schreiben die denn sonst noch so. Entsetzen. Ich bin auf eine Satirezeitung reingefallen. So ein Mist. Erkannt habe ich es am Beitrag unter "Diese Artikel könnten sie auch Interessieren". Chinesen züchten Hund ohne Darmausgang. Lesenswert. Erst recht die Stelle über "Jabba der Hutte" und warum er aussieht wie ein abgestürzter Heißluftballon ist sehr spannend. Und ich hatte mich schon so gefreut. Also weiter Gemüse schnippeln. Wie haben heute Besuch. Mein Schwager kommt und will sich mal anschauen wie es uns so geht und sich an der Stelle gleich mal ein eigenes Bild zu dem Thema veganes Essen machen. Und damit er nicht gleich mit dem Argument kommt das es wahnsinnig teuer ist haben wir ein Rezept rausgesucht das ohne Mandelmus auskommt. Zucchini-Spaghetti Bolognese mit Mandel-Parmesan war die Wahl und wie sich herausstellte keine schlechte. Ihm hat es geschmeckt und uns auch. Nicht mal das Hack hat gefehlt. Ich selber würde es beim nächsten mal etwas anders Würzen aber es ist auch nach Rezept schon lecker.
Da ich ja nun wirklich überzeugt bin die 30 Tage gut zu überstehen und dabei auch noch viele wirklich leckere Dinge zu essen, bekomme ich auch immer mal wieder etwas zugesendet was ich auch unbedingt mal essen soll. So zum Beispiel das Chili sin Carne das hört sich auch wirklich lecker an. An sich ist die Seite echt Klasse. Hier gibt es eine Menge an veganen Gerichten die einem echt überraschen was mit ein bisschen Körnern und Grünzeug so alles möglich ist.
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