Dienstag, 18. Februar 2014

Aussichten

Nun ist es also vorbei und es stellt sich die Frage was nun kommt. Wie soll es nach einer so langen Zeit ohne Fleisch, Fisch und Tierprodukten weitergehen. Wir wurden schon nach der ersten Woche gefragt wie wir uns nach der Zeit verhalten wollen und hatten somit genug Zeit uns eine passende Antwort zurechtzulegen. Als erstes sind alle Tabus wieder gestrichen. Ich darf und möchte wieder Fisch und Fleisch essen. Auch Käse und Eier soll es wieder geben. Doch ein Verzicht wird aufrecht erhalten. Es wird keinen Zucker mehr geben! Das heißt wir werden keine Produkte mehr kaufen die zusätzlichen Zucker enthalten. Auch die vielen Zuckerersatzstoffe werden aus dem Essen und Tinken herausgehalten. Wer uns besuchen kommt wird noch Zucker für seinen Kaffee bekommen und der Agavendicksaft kommt vielleicht auch mal wieder zum Einsatz, aber grundsätzlich werden wir versuchen dem Zucker fern zu bleiben. Ich habe für mich entschieden das ich die Woche über vegetarisch bis vegan lebe. Ich habe festgestellt das das meiste Fleisch was ich den ganzen Tag gegessen habe aus Bequemlichkeit zu mir nahm. Ich mochte mich in der Kantine nicht mit der vegetarischen Alternative auseinandersetzten da ich nicht weiß wie sie schmeckt. Aber wenn ich ehrlich bin kann es nicht schlechter sein als den Fraß den ich sonst bekommen habe. Morgens das Brötchen mit Nutella schmieren ist einfacher als sich ein Müsli machen. Abends das billige Minutensteak in die Pfanne hauen anstatt schnell ein Gemüsecurry machen ist bequemer. Viele Sachen die wir die letzten 30 Tage machen mussten kamen uns vorher unglaublich schwierig und anstrengend vor. Eigentlich ist das Problem aber das man keine Ahnung hat wie man aus Gemüse, Pilzen und Nüssen eine vollwertige Mahlzeit macht, schnell und unkompliziert. Vegetarisch während der Woche ist ein gutes, und für mich problemlos, erfüllbares Ziel. Am Wochenende kann man sich dann auch mal ein wirklich gutes Stück Fleisch gönnen und muss nicht die billigen zusammengeklebten Reste kaufen. Ich habe seit nun gut 37 Tagen keinen Kaffee mehr getrunken und ich werde versuchen es auch dabei zu belassen. Beim gemütlichen Kaffeekränzchen zusammen mit der Familie oder Freunden werde ich natürlich weiter eine Tasse mittrinken, aber der Alltagskaffee ist bis auf weiteres gestrichen. Meist gab es ja auch nur den vorgemahlenen, in dem sich wahrscheinlich mehr Abfällt befinden als echter Kaffee. Kohlensäurehaltige Getränken sind gestrichen. Das ist aber keine wirklich große Umstellung. Bei uns gab es auch vorher nur Wasser mit Sprudel. Meine Frau kaufte immer mal wieder einen Saft, doch das war es dann auch schon. Ich trinke wirklich gerne mal ein Glas Cola aber ich habe nicht ständig einen Vorrat zu Hause. Somit wird halt nur auf das Sprudelige im Wasser verzichtet. Naja, und dann haben wir uns beide vorgenommen etwas mehr Sport zu machen. Hört sich an wie ein guter Vorsatz zu Silvester und wird vermutlich keine größere Halbwertzeit haben. Aber ich möchte festhalten das es wenigstens auf der Liste der Dinge steht die wir machen wollen. Kommen wir zum Fazit. Ich fand die Challenge sehr spannend. Wir haben viele neue Rezepte und neue Gerichte mit noch mehr neuen Zutaten kennen gelernt. Wir haben herausgefunden das veganes Essen lecker sein kann und man es möglich ist dieses auch in sein normales Leben zu integrieren. Für uns beide wäre es nichts für immer aber auf alle Fälle ein schmackhafter Denkanstoß. Allen die diesen Blog gelesen haben und sich in Büro, im Freundeskreis oder in den Kommentaren mit mir über veganes Leben unterhalten haben, möchte ich Danke sagen. Auch für die vielen Tipps und Hinweise auf neue Rezepte die bei mir eingetrudelt sind. Und, auch wenn es Kitschig klingt, bei meiner Frau und meinem Trauzeugen möchte ich einen Dank loswerden. Ohne die beiden wäre ich nie auf die Idee gekommen mich Vegan zu ernähren. Wir werden nun anfangen unser eigenes Kochbuch zu schreiben. Lasst euch überraschen ob es dann für einen horrenden Wucherpreis im Laden zu haben sein wird. Bis dahin haben wir nochmal bei Amazon zugeschlagen. Diesmal Vegan for Youth

Sonntag, 16. Februar 2014

Die Abrechnung - Teil 3

5:6 gegen Attila. Das ist der aktuelle Stand. Schauen wir aber mal was die letzten Behauptungen aus diesem Zwischenstand noch herausholen. Weniger Schlafbedürfnis. Sorry Attila, aber ich glaube in der veganen Zeit hätte ich gefühlt mehr schlafen können als sonst. Ich bin also nicht wacher als vorher. Wenn ich nicht mindestens 9 Stunden schlafe komme ich morgens nicht aus dem Bett. Und auch Tagsüber habe ich auch den einen oder anderen Müdanfall erlitten. Das war zwar auch schon vor der veganen Zeit so, aber ich hatte ja gehofft es hört auf. Das einzige was aufgefallen ist das ich nach dem Mittag nicht ins Suppenkoma falle sondern relativ fit bleibe. Somit ist positiv anzumerken das der Wunsch nach einen Mittagsschlaf wegfiel. Aber das war es dann auch. Ich kann nur gegen dich entscheiden und somit den Stand 5:7 festhalten. Mehr Bewegungsdrang. Tja, mit der Bewegung ist das so eine Sache. Die Challenge hat ja eine sportliche Komponente. Diese habe ich bekanntlichermaßen etwas schleifen lassen. Ich war zwar das eine oder andere mal laufen, Attila forderte aber mehr. Vielleicht liegt es also daran das mein Bewegungsdrang nicht übermäßig gesteigert wurde. Aber an sich hat mir wider erwarten das Laufen Spaß gemacht. Ich würde nicht unbedingt sagen das mich der unbändige Drang nach Sport übermannt hat, aber es war ein netter Anstoß mal wieder was zu machen. Somit halte ich es für gerechtfertigt für Attila zu entscheiden und seinen Abstand auf 6:7 zu verkürzen. Kommen wie zur letzten These. Besseres Sättigungsgefühl ohne Heißhungerattacken. Wer diesen Blog schon eine Weile verfolgt wird das Ergebnis schon kennen. Volle Punktzahl ohne Abzüge für Attila. Jede Mahlzeit hat über Stunden satt gemacht. Ich habe zwischendurch mal einen Apfel, eine Birne oder sonstiges Obst gegessen. Aber ich hatte nie eine Heißhungerattake. Das war etwas was mich total überrascht hat. Ich bin davon ausgegangen, und da war ich nicht alleine, das diese Zeit nur mit Hungern und Verzicht einhergehen kann. Da hat Attila uns etwas anderes Bewiesen. 7:7. Und damit haben wie ein unentschieden. Hört sich ernüchternd an ist es aber nicht. Denn Attila hat etwas wichtiges in seiner Liste vergessen. Mein Antrieb zu dieser Challenge war ehre Fremdbestimmt. Doch habe ich mich, genau wie wahrscheinlich jeder der diese Challenge durchstehen will, intensiv mit dem beschäftigen müssen was ich esse bzw. was ich noch essen darf. Das führt unweigerlich dazu sich auch Gedanken darüber zu machen was man sonst so gegessen hat. Man lernt eine Menge über Lebensmittel. Man stellt fest das all das was man vorher ohne großes Nachdenken gegessen nicht ganz so gesund sind wie man sich vielleicht einbildet. Und man stellt fest, das trotz dem vielen Kochen, es eigentlich nur die Übung ist die einem fehlt um schnell auch selber mal was veganes zu Kochen. Fleisch mit Kartoffeln und Soße ist schnell gemacht. Zucchininudeln zusammen mit Tomatensoße ist aber genauso schnell fertig. Für diese Erfahrung muss ich Attila noch einen Punkt zugestehen und komme damit zu meinen persönlichen Endstand von 8:7 für Attila. Auch wenn Attila seine Versprechungen nicht alle eingetreten sind und viele davon nur wahr werden wenn man neben der veganen Ernährung noch viel Sport treibt ist diese Challenge aus meiner Sicht empfehlenswert. Sie zeigt einem in 30 Tagen mit einer Vielzahl an leckeren Rezepten was in der veganen Küche alles so möglich ist. Auch Torten, Süßkram und Snacks sind ohne Probleme möglich. Man beschäftigt sich mehr mit dem Essen und was sich in den Lebensmittel, die man überall zu kaufen bekommt, verarbeitet ist. Sollte noch etwas Sport bei rumspringen umso besser. Ich denke nicht das dieses Buch jeden Challenger zu einer veganen Lebensweise verleitet, es macht einem aber bewusst das es vielleicht auch mal ein Kohlrabischnitzel anstatt eines Kalbsschnitzels sein kann. Und wenn man sich Fleisch kauft dann vielleicht nicht unbedingt das Kilo Rind zu 2€.

Donnerstag, 13. Februar 2014

Die Abrechnung - Teil 2

Attila, Attila. So richtig gut sieht das ja nicht für dich aus. 3:3 ist ja bestimmt nicht der Zwischenstand den du gerne gehabt hättest. Aber so ist das nun mal. Vielleicht kannst du das mit deinem nächsten Versprechen herausreißen. Reinere, straffere Haut mit jüngerem Aussehen und glänzenden Haaren. Mal ehrlich. Glaubst du das wirklich? Meine Haut wäre vielleicht besser geworden wenn ich mich jeden Tag mit der Zucchini die ich essen sollte eingerieben hätte. Straffer ist hier auch nichts geworden. Meine Frau hat anstatt glänzendes Haar nun nur noch kurzes Haar. Aus lauter Verzweiflung über den Käseentzug hat sie sich beim Frisör unter die Schere gelegt und sich eine Kurzhaarfrisur verpassen lassen. Vielleicht haben wir nicht lange genug durchgehalten um dieser kosmetische Wunder mitzuerleben. Doch deine Aussage war 30 Tage für reine uns straffe Haut! Sorry, das hat nicht geklappt. 3:4 gegen Attila. Gut aber lass den Kopf nicht hängen. Versuchen wir es mit der nächsten Versprechung. Höhere Konzentrationsfähigkeit und mehr Ausgeglichenheit. Also teilen wir die Aussage mal auf. Fangen wir mal mit der höheren Konzentration. Da muss ich dir leider wieder eine Lüge vorwerfen. Ich, und da bin ich nicht alleine, habe eher das Gefühl das die Konzentration abgenommen hat. Ich habe immer mal wieder mein Essen stehen lassen. Ich habe Dinge auf der Einkaufsliste vergessen. Mir sind Termine untergegangen und ich habe ab und zu überlegt was ich eigentlich gerade machen wollte. Ich will ja gar nicht behaupten das ich vor der Challenge ein Gedächtnis wie ein Elefant hatte aber wenn ich so zurück blicke würde ich sagen es ist etwas schlimmer geworden. Möglich das es am Zuckerentzug lag aber das gehörte ja nun mal mit zur Challenge. Ich soll ja nun auch ausgeglichener sein. Über diese These habe ich eine ganze Weile nachgedacht. Ich finde es ja nicht so einfach mich selber zu Beurteilen und bin mir unschlüssig. Aber ich bin geneigt zu sagen, ein kleines bisschen schon. Doch wirklich nur ein kleines bisschen. Möglich das auch das auf den Zuckerentzug zurückzuführen ist, aber die eine oder andere Begebenheit die mich sonst angehoben hätte konnte ich nun gelassenerer sehen. Gut, ich einige mich auf ein Unentschieden. 4:5, immer noch gegen Attila. Bessere Laune und euphorisches Glücksgefühl. Tja, auch das ist so eine Sache. Euphorisches Glücksgefühl ist gestrichen. Weder bei mir noch bei meiner Frau setzte dieses ein. Aber bessere Laune? Hier bin ich mir wieder unschlüssig. Ich habe wirklich bessere Laune. Aber ich weiß nicht ob diese vom veganen Essen kommt. Mir hat das Schreiben dieses Blogs, wenn es auch das eine oder andere mal sehr anstrengend war, sehr viel Spaß gemacht. Und dadurch hatte man natürlich auch mir Freunden und Kollegen viel zu lachen. Ob es wirklich das essen war weiß ich nicht. Ich denke für das euphorische Glücksgefühl fehlte noch die geheime Zutat im Essen. Bessere Laune vielleicht durch die neue Erfahrung sich mal ganz andere zu Ernähren und andere daran teilhaben zu lassen. 5:6 gegen Attila. Tut mir leid, aber nur ein Unentschieden. Somit steht es nach 7 Behauptungen 5:6. Bis jetzt leider sehr ernüchternd. Es sind noch 4 Behauptungen in dehnen Attila das Ruder noch herumreißen kann. Ob er das auch schafft? Morgen werde ich wohl aussetzten. Aufgrund des von der Blumenindustrie erfundenen Tages habe ich mich dazu überreden lassen ins Kino zu gehen, natürlich zu einem Mädchenfilm. Deswegen wird mir wohl die Zeit für den Blog fehlen. Aber spätestens am Samstag gibt es dann den letzten Teil zur Abrechnung.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Die Abrechnung - Teil 1

Lieber Attila, nun kommt die Abrechnung. In deinem Buch machst du eine Vielzahl an Versprechungen wie mein Leben sich positiv verändern wird wenn ich mich vegan ernähre. Nun werde ich jedes einzelne mal unter die Lupe nehmen und schauen ob sie auch wirklich erfüllt wurden. Fassen wir mal zusammen was ich in den letzten 31 Tagen alles gemacht, bzw. nicht gemacht habe. Ich habe kein Fleisch zu mir genommen. Keine Wurst, keinen Aufschnitt, keinen Döner und keinen Burger (außer natürlich den veganen Burger aus deinem Buch).  Ich habe mich in der Zeit von jeder Art Fisch ferngehalten und somit wahrscheinlich dem einen oder anderen Delfin das Leben gerettet. Ich habe keine Eier gegessen und keine Kuchen, Kekse, Brötchen oder Brot (jedenfalls nicht das aus dem Laden). Ich habe der Milch, dem Käse, Joghurt, Quark, Creme Fresh und Butter abgeschworen, auch wenn wir uns gerade erst eine neue Butterdose gekauft haben. Es gab keinen Honig, keinen Zucker oder Produkte zu Zucker zugesetzt bekommen haben. Und glaube mir, es ist fast alles in Supermarkt mit Zucker versetzt. Es gaben keinen Kaffee, nicht morgens, nicht mittags und auch nichts abends. Ich musste im Restaurant Salat bestellen und Wasser ohne Kohlensäure trinken. All das nur um nach deinem Buch "Vegan for Fit" zu leben.
Dein erster Punkt der "Beschwerden die sich in 30 Tagen bessern" ist wirklich eingetreten. Deutliche Gewichtsabnahme. Mit 8 kg bin ich gut dabei. Ich habe in den 30 Tagen, wie schon öfter mal erwähnt keinen Hunger gelitten. Ich gebe zu das es das eine oder andere mal schon schwer war wenn die Kollegen mal wieder einen Kuchen auf den Schreibtisch stellten oder der Keksteller wieder mal nicht leer werden wollte. Aber Hunger hatte ich keinen. Auch die befürchteten Fressattacken sind ausgeblieben. Wenn ich abends wirklich noch mal Hunger bekommen habe gab es einen Apfel oder eine Birne. Gut 1:0 für Attila. Punkt 2. Bessere Verdauung. Hier muss ich schon mal gegen reden. Denn das ist nicht so. Mein Magen Darm Befinden hat sich nicht verändert. Gefühlt sogar etwas schlechter geworden. Ich werde mich aber dazu hinreißen lassen zu sagen unentschieden. 2:1 Für Attila. Ok, nun wird mir überraschender Kraft- und Ausdauerzuwachs versprochen. Eindeutig eine Lüge. Ich bin weder Stärker noch habe ich mehr Ausdauer. Ich bin mir sicher das die vegane Ernährung mich nicht zum Hulk werden lässt. Vielleicht bekomme ich nach ein paar mehr Wochen durch das ganze Chlorophyll grüne Haut. Aber die Muskeln bleiben bestimmt aus. Auch meine Ausdauer ist nicht besser geworden. Ich japse immer noch nach 500m laufen wie ein Maikäfer und quäle mich die restlichen 4500m. Auch auf dem Rad ist es nicht wirklich besser. Vermutlich stellt sich dieser Effekt nur ein wenn ich, wie empfohlen, jeden Tag Sport mache. Aber hier ging es ja primär um die Ernährung und nicht um das Sportprogramm. Somit eindeutig ein Punkt gegen Attila. 2:2. Nun etwas das ich nicht beurteilen kann. Angenehm neutraler Körpergeruch und Geschmack im Mund. Kann ich keine Änderung feststellen. Mir hat noch nie jemand gesagt das ich stinke. Auch ist keiner auf mich zugegangen und hat gesagt das ich sehr angenehm neutral rieche. Eher das Gegenteil ist eingetreten. Das eine oder andere Gericht hat gebläht und somit wohl eher einen unangenehmen Geruch verbreitet. Unentschieden. 3:3. Ich ändere das Ergebnis aber gerne wenn jetzt jemandem Auffällt das ich in den letzten Wochen angefangen habe besser oder schlechter zu riechen.
Das soll es für heute gewesen sein. Morgen geht es aber weiter. Denn Attila hat noch weitere Versprechen die es zu überprüfen gilt.

Dienstag, 11. Februar 2014

Curry

Der Tag heute begann leider anders als erwartet. Geplant war, das ich heute meinen ersten Matcha trinken und gemütlich zur Arbeit schwebe. Passiert ist folgendes. Der Wecker klingelt. Ich bin wach. Schnell der Blick zum Handy. Oh Nachrichten. Was ist den so passiert. Ah spannend. Schnell noch ein kleines Spielchen. Nu aber los. Duschen. Müsli machen. Und. In dem Moment fiel es mir ein. Als erstes hätte ich das Wasser für den Tee machen müssen da es nur 80°C warm sein soll und nicht 100°C heiß. So ein Mist. Somit musste ich also wieder im gleichen niedergeschlagenen Zustand, unmotiviert und müde zur Arbeit. Und morgen? Morgen werde ich den Matcha trinken und in glücklicher Zufriedenheit entspannt und motiviert zum Zahnarzt gehen. Ob der grüne Zähne so toll findet weiß ich nicht. Doch wollen wir bei der ganzen Jammerei mal nicht vergessen das heute der 30. Tag der Veganchallenge vorbei ist. 30 Tage mit Möhren, Kohlrabi, Erbsen, Linsen und Zucchini. Ich habe in meinem Leben noch nie so viele Zucchini gegessen. Und Nüsse. Ich bin mir sicher das, wenn ich auch nur den Hauch einer Nussallergie gehabt hätte, wäre ich jetzt Tot. Nüsse zum Frühstück, Nüsse zum Mittag und Nüsse zum Abendbrot. Man kann die Hauptzutaten der 30 Tage gut zusammenfassen. Zucchini, Nüsse und Soja. Das war es im Großen und Ganzen. Nun gut. Ab morgen werde ich mich mal ein bisschen über die Zeit reflektieren. Heute aber noch mal zu einem hießen Tipp für gute und vegetarische (ich glaube sogar vegane) Küche mitten in Rostock. Im Hugendubel gibt es in der ersten Etage "Die Lunchbox". Und wie ich gerade lesen durfte seit nun schon einem halben Jahr auch noch eine Filiale in der KTV (Budapesterstrasse 54). Ein herrlicher Laden. Eigentlich mag ich alles auf der Karte. Man kann natürlich auch seine Gelüste nach frischem Fleisch befriedigen. Sie tun gerne etwas Huhn oder Schwein mit rein wenn man das möchte. Ist aber eigentlich Verschwendung. Das Essen gewinnt nicht dadurch das toten Tier drin ist. Ich nehme immer das Erdnuss-Curry. Einfach lecker und und billiger als "Die goldene Möve" allemal. Sie liefern auch, aber leider nicht in die dunklen Ecken von Rostock. Inspiriert von den leckeren Gerichten die es dort gibt haben wir heute ein Gemüse-Curry nach unserer eigenen Rezeptur gemacht. Leider ist dabei das passiert was ich schon seit 30 Tagen erwarte. Ich habe mich verletzt. Die Wahrscheinlichkeit ist ja auch besonders hoch, da gut 38% aller Unfälle mit Todesfolge zu Hause passieren. Und uns wird auf Arbeit geraden altersgerechten Sport zu machen. Ein schrieben an die Frau ich solle mich aus der Küche fernhalten wäre da auf alle Fälle sinnvoller. Ich bin dank der guten Erstversorgung nicht gleich verblutet halte hier aber fest, auch damit ich es nicht vergesse: „Beim benutzen einer Reibe mit dem reiben stoppen wenn das Gemüse aufgebraucht ist“. Ich war sehr froh das mein halber Daumen nicht in den Salat gefallen ist. So kurz vor dem Ende wollte ich mich der Challenge nun doch nicht geschlagen geben.

Montag, 10. Februar 2014

Nie wieder Fleisch

Montage. Ich hasse Montage. Nach zwei Tagen ausschlafen und süßen nichtstun muss man sich wieder mit dem Wecker auseinandersetzten. Wecker hasse ich fast noch mehr als Montage. Aber auf Arbeit erwartet mich ja ein leckerer Tee. Ich habe nun schon einige marokkanische minz Beutel in den letzten 29 Tagen vernichtet. Zusätzlich dazu gab es noch Kräutermischungen und normale Minze. Doch heute stand meine Amazonbestellung auf dem Tisch. Der Matcha ist angekommen. Wie versprochen habe ich mir dieses Luxustee gekauft, als Belohnung dafür das ich 20 Tage durchgehalten habe. Morgen früh, sowie ich wieder den Kampf mit dem Wecker verloren habe, werde ich also einen Matcha Tee trinken und dann zur Arbeit schweben. Scheller, besser und ausdauernder und intensiver arbeiten. Wahrscheinlich erwartet mich die produktivste Woche des Jahres. Vermutlich wird es nicht mehr lange dauern und in jedem zweiten Unternehmen gibt es neben einem Nespressoautomaten, auch immer eine große Schale Matcha Tee. Mehr als eine Woche beschwingtes arbeiten wird aber nicht drin sein, da die 30g für 19,90€ wohl nicht länger halten werden. Doch was macht man nicht alles um Attila ein lächeln ins Gesicht zu zaubern..
Wir hatten heute Zucchininudeln mit dreierlei Soße. Die waren gut. Tomatensoße war, wie immer, sehr lecker. Die Öl-Limentten-Soße mit Basilikum und Pinienkernen war mal was ganz anderes und wird es bestimmt wieder mal geben.. Nur die Avocadocreme Soße war leider nicht so der Bringer. Ich finde sowieso das Avocadocreme nur in Form von Guacamole zusammen mit Tacos richtig schmeckt. Und in Verbindung mit Bier hat man dann schon fast eine Party.
Mein Mittagspausenfilm ist heute zu ende gegangen. Thema war "Nie wieder Fleisch?" Ich habe eigentlich erwartet zu sehen warum es besser ist weniger oder kein Fleisch zu essen. Ich hoffte auf eine im üblichen weichgespühlten Dokumentationsstill gedrehte, leicht ermahnende, Reportage. Dieser Film war etwas anders. Vielleicht auch weil ich ihn immer zum Essen dazu schauen musste. Meine Empfehlung ist, nur sehen wenn man etwas stärkere Nerven hat und nicht gerade auf einer toten Kuh herumkaut ansehen. Ohne vorzugreifen will ich aber auch hier eine Weisheit aus der Reportage kundtun die ich als wissenswert erachte. Für jeden Kilo Fleisch werden 17 Kilo Futtermittel benötigt. Energieeffizient ist Fleisch also nicht.
Für die letzte Woche habe ich mir übrigens mal ein Video über die Milch rausgesucht. Da ich ja nun schon weiß, warum es besser ist weniger bis kein Fleisch zu essen, will ich jetzt noch herausfinden was an Milch und Eiern schlecht ist. Eier werden in den Fleischberichten immer mal wieder erwähnt. Natürlich nie was gutes aber ich glaube eine ungefähre Vorstellung von der Eierproduktion zu haben. Aber über Milch hat sich noch keiner geäußert. Auch wenn ich mir sicher bin das meine Milch nicht von einem Bauern kommt der seine Kuh auf grüner Wiese melkt, bin ich trotzdem mal gespannt was ich dort noch alles fürchterliches lernen muss. 

Sonntag, 9. Februar 2014

Vier Wochen rum

Man mag es ja kaum glauben, aber wir haben ganze vier Wochen hinter uns. Ich kann es nicht oft genug sagen das ich mir am Anfang nie hätte vorstellen können das wir das ohne Probleme durchstehen könnten. Nun ist das Ende aber in Sichtweite und so langsam muss man sich Fragen, was das ganze gebracht hat und was bleibt. Was es gebracht hat ist recht einfach am Sonntag auf der Wage zu sehen. Ich habe bis heute ganze 8,3 kg abgenommen. Das ganze ohne hungrig zu sein. Nicht immer was alles super lecker. Aber alles in allem hat es jeden Tag gescheckt. Aber ich will dem Schluss ja nicht vorgreifen.
Gerade wurde ich gefragt ob ich was gegen den Vitamin B12 Mangel mache. Eine an sich berechtigte Frage da Vitamin B12 nur über den Konsum von Fleisch aufgenommen wird. In Pflanzen ist das Vorkommen so gering das es den Bedarf nicht deckt. Ich habe mich mit dem Thema schon vor der veganen Ernährung auseinandergesetzt weil ich mir am Anfang nicht vorstellen konnte das vegane Ernährung gesund sein kann. Der Mensch ist nun mal von Alters her ein Allesfresser und deswegen nicht unbedingt dafür geschaffen nur Gras zu kauen. Doch es ist eigentlich überraschend was man alles über ausgewogene vegane Ernährung zu sich nehmen kann. Vitamin B12 ist, jedenfalls soweit ich recherchieren konnte, wirklich das einzige was Veganer und Vegetarier extra zuführen sollten. Ich brauche das aber nicht. B12 wird in der Leber gelagert und hält dort bis zu 3 Jahre aus. Ich gehe nicht davon aus das ich einen B12 Mangel hatte bevor ich mit vegan angefangen habe, denn mein Fleischkonsum war nicht ohne. Und ich scheute auch nicht vor Leber und anderen Innereien die besonders B12 haltig sind. Sollte ich mich entscheiden vegan zu bleiben, oder aber von meiner Frau gezwungen werden, hole ich mir eine B12 Zahnpasta. Dann muss ich keine Tabletten nehmen. Denn Tabletten haben was von Krank sein. Und es soll ja nicht der Eindruck erwecke werden das veganes Leben krank ist.
Heute gab es mal wieder Wochenendessen. Das heißt kein Mittag da wir um 11 erst gefrühstückt haben. Porridge. Auch wenn es am Anfang gewöhnungsbedürftig war esse ich es nun wirklich gerne. Aussehen tut es aber immer noch nicht besser. Zum Abendbrot gab es heute die Reste vom Burger. Also Salat mit Burgerbulette. Das war ok. Aber es gabt natürlich auch was dazwischen. Meine Frau hat mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut und wieder eine vegane Torte gebacken. Das hat sie wirklich drauf. Wahrscheinlich habe ich deswegen auch das eine oder andere Kilo zuviel (weil auch ihrere nicht veganen Kuchen und Torten ein Gaumenfest sind).
Die sieht doch Klasse aus. Datteln, Nüsse, Kirschen, Sojajoghurt und AgaAga in richtigen Verhältnis zusammen gemengt lassen dieses Kunstwerk entstehen. Ich war zufrieden und kann diesen Tag auch als Erfolg abhacken. Leider muss ich auch gestehen das ich diese Woche nicht laufen war. Warum kann ich gar nicht so genau sagen. Wahrscheinlich hat mich der innere Schweinehund heimlich übermannt. Aber ich nehme es mir für nächste Woche wieder fest vor. Versprochen.