Dienstag, 14. Januar 2014

Entzug

Nun geht es also Los. Unsere Körper wehren sich gegen das was wir ihnen antun. Beängstigend. Nach nur einem Tag Zuckerentzug haben meine Frau und ich recht unschöne Entzugserscheinungen. Neben der leichten Müdigkeit die zu erwarten war haben wir beide massive Kopfschmerzen. Da wir genug getrunken haben und auch sonst den Tag über keinen Hunger leiden mussten, bleibt nur der Zuckerentzug übrig. Wenn man dem Attila glauben schenken will, wird das Leben besser beschwingter und leichter mit (extrem) gesunder und veganer Ernährung. Zur Zeit ist die Stimmung aber eher umgekehrt. Die Nerven liegen noch nicht blank aber eine gewisse Grundanspannung ist vorhanden. Die Kopfscherzen blieben den ganzen Tag und wurden nur kurz nach den Mahlzeiten etwas besser. Alles in allem, kein Spass. Ich selber habe ja mit gesunder Ernährung nicht viel am Hut. Ich weiß das Cola schlecht ist und Gurke gut. Ich kann durch einen Supermarkt gehen und glaube zu wissen was gesund ist und was nicht. Aber es stellt sich heraus das die dagegenach Lebensmitteln ohne Zucker gar nicht zu einfach ist. Meine Frau hat lange laufen müssen bis sie Müsli ohne Zucker gefunden hat. Interessant das mir das noch nie so aufgefallen ist. Im Internet ist viel über Zucker und seine Folgen zu finden. Vieles ist von Diätseiten die mit Hetze gegen alles ungesunde die Leute zum Abnehmen bewegen wollen. Aber die eine oder andere Seite hat doch noch ein paar interessante Informationen parat. Zum Beispiel das mein geliebtes Nutella zu 55% aus Zucker besteht macht mich traurig. Gut, das kann ich wenigsten selber Beeinflussen. Viel Schlimmer ist, das Bebivita Früchtetee ehemals Früchtetee-Pulver von Hipp zu 97% aus Zucker besteht. Wie soll sich ein Baby mit einem Jahr gegen seine Eltern wehren die es ja normalerweise auch nur gut meinen. Alles in allem ein Thema das man sich in der nächste Zeit nochmal genauer anscheuen sollte. Wenn ich schon auf alles schöne am Essen verzichten muss dann will ich wenigstens Wissen wofür.
Wo ich dann bei dem Thema wäre was die meisten wohl interessiert. Was gab es zu essen? Gut, ich gebe zu wir sind immer noch nicht ganz eingespielt. Also gab es heute morgen wieder Porridge. Heute war es alles in allem besser als Gestern. Nicht das es anders zubereitet war, ich denke nur ich wusste was mich erwartet und war nicht ganz so geschockt. Ich denke nicht das es mein liebstes Frühstück wird aber ab morgen wird ja auch alles anders. Zum Mittag wieder Salat. Diesmal aber mit Quinoabuletten die ich heimlich mit in die Kantine geschmuggelt habe.
Da es morgen definitiv keinen Salat geben wird habe ich es ertragen. Die Quinoabuletten haben den Salat auf alle Fälle aufgewertet. Leider konnten wir das Dressing nicht machen da uns der Sojajogurt fehlt. Aber es sind ja auch noch 28 Tage für einen zweiten Versuch. Zwischendurch ein Apfel und eine Apfelsine und zum Abend Erbsensuppe mit Minzpesto wobei das Pesto ohne Minze war da ich keine Minze im Essen mag (jedenfalls noch nicht) und auch keine aufzutreiben war. 
Essenstechnisch war der Tag ok aber wir hoffen beide das der Entzug nicht so lange dauert. Schließlich möchte ich den Blog nicht in 30 Tage Kopfschmerzen umbenennen müssen. Zum Schluss noch das Zitat des Tages. Es ist die Reaktion eines Kollegen auf die Erläuterung warum es bei mir zum Mittag nur Salat mit Quinoabuletten gibt:
Und was machst du nach dem Essen? 30 Minuten Photosynthese?

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